Der Fall Svante Odén – Unfall, Selbstmord oder Opfer im Kalten Krieg?

Heute kommen wir mal zu einen ganz kalten cold case aus Schweden. Es geht um Svante Odén, Meteorologe und Umweltforscher, verschollen unter mysteriösen Umständen in der Ostsee im Sommer 1986. Informationen über den Fall Odén sind äußerst spärlich; einen kurzen Wikipedia-Eintrag über den Skandinavier gibt es nur in seiner Landessprache; einige weitere biographische Daten – nicht zuletzt zu seinen Forschungen über den sauren Regen, damals in den Achtzigern ja ein heißes Thema – findet man in einem Profil im digitalen Riksarkivet. Zum Glück hat sich der schwedische Blogger Anders Jallai des vermissten Forschers 2016 in einer – wenn auch fiktionalen – Erzählung und einem Posting angenommen und zumindest ein wenig Licht ins Dunkel um die letzten Tage vor dessen Verschwinden

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Apokalypse mal anders: Geht das Leben an zuwenig CO2 kaputt?

Wie verrückt klingt das denn: Ursächlich für das langsame Absterben der irdischen Biosphäre werden drastische Veränderungen der CO2-Konzentration sein – aber nicht weil es zuviel, sondern weil es irgendwann zuwenig Kohlendioxid in der Erdatmosphäre geben wird. So lautet jedenfalls das Fazit einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) aus dem Jahr 2006, die heute – und vielleicht gerade heute – immer noch äußerst spannend zu lesen ist. Titel der damaligen Veröffentlichung: „Causes and Timing of Future Biosphere Ectinctions“ (Link zur Studie auf biogeosciences.net, PDF, 714KB). Das Forscherteam betrachtet die zukünftige Entwicklung der Kohlendioxid-Konzentration in einem sehr, sehr großen zeitlichen Maßstab. Hier geht es nicht wie in der traditionellen Klimaforschung um Jahrzehnte oder Jahrhunderte, sondern um Trends in kosmologischen Zeiträumen von

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Tobias Rathjen – paranoid schizophren?

Man muss ja wirklich kein Psychiater sein, um bei der Lektüre des „Manifests“ und anderer digitaler Hinterlassenschaften des Hanau-Amokläufers zu erkennen, dass der Autor wohl schon seit vielen Jahren nicht mehr alle Tassen im Schrank gehabt hat. Traurig, dass niemand die Warnzeichen erkannt hat. Lässt das, was Rathjen für seinen Nachlass zusammengeschrieben und -gefilmt hatte, möglicherweise auf einen Fall von paranoider Schizophrenie schließen? Vergleichen wir mal einige Schlüsselsätze im Manifest mit Beschreibungen der typischen Krankheitsbilder, wie sie die Online-Portale Neurologen und Psychiater im Netz (Link) sowie psycom.net zur Schizophrenie publiziert haben. Symptom 1: Die „Ich-Störung“ Dabei geht es um folgendes: „Betroffene glauben z.B., Außenstehende könnten ihre Gedanken lesen, beeinflussen oder sogar „wegnehmen“. Manche Patienten berichten, dass sie sich von außen

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Vadim Krasikov: Warum ballerte der Tiergarten-Killer mit einer Glock 26?

In einigen Punkten passt der Mord in Berlin an Zelimkhan Khangoshvili ja irgendwie zur Serie von GRU- und FSB-Auslandsaktivitäten der vergangenen Jahre (Stichwort: Sergei Skripal); nicht zuletzt in technischer Hinsicht gibt es aber einige vielleicht entscheidende Unterschiede. Hierzu ein paar Überlegungen, die vor allem mit dem Tatmittel, einer Pistole vom Typ Glock 26 zu tun haben. 1. Man könnte ja fast schon daran glauben, Vadim Krasikov alias Vadim Sokolov hätte das Attentat mit der offiziellen Dienstwaffe seiner zuständigen Spezialeinheit durchgeführt. Hierzu muss man wissen, dass der russische Staat in den Jahren 2008 bis 2012 für rund 478.000 Rubel (damals umgerechnet ca. 12.000 Euro) vermutlich etwa zwei Dutzend Exemplare der sogenannten Subcompact-Pistole Glock 26 beschafft hatte. Der Waffendeal zwischen dem Kreml

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Nachgerechnet: Die Geldprobleme der „RAF-Rentner“

Heute mal ein kleines Rechenspielchen zur Serie der Supermarkt- und Geldtransporterüberfälle, mit denen die untergetauchten Ex-RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette angeblich seit 1999 die Polizei in Atem halten. Das Leben im Untergrund ist ja traditionell nicht nur riskant, sondern vor allem auch äußerst kostspielig; rund 2,5 Millionen Euro sollen die Angehörigen der Rote Armee Fraktion seitdem erbeutet (und verbraucht) haben, wie BILD 2018 berichtete. Spannend wird das Thema Beute, wenn man mal ausrechnet, wie lange das geraubte Bargeld dem RAF-Trio bis zum jeweils nächsten Raub zum Leben gereicht hat. Denn hier zeigt sich, dass der „Monatsverbrauch“ unter Ausschluss eventueller weiterer Geldquellen ziemlich konstant zu sein scheint. Und vorausgesetzt, die Täterschaft liegt in jedem Einzelfall wirklich bei der

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