Big Bang oder nur Big Bullshit? (Teil 1)

Es gibt Sachen, die faszinieren, auch wenn man bestenfalls die Hälfte versteht. Zum Beispiel die kosmische Mikrowellenstrahlung (cosmic microwave background radiation oder kurz CMBR) – und speziell deren Anomalien und Unregelmäßigkeiten, die von mehreren Projekten der NASA und ESA in den vergangenen Jahrzehnten dokumentiert worden sind – und werden; seit wenigen Wochen liegen ja weitere neue Daten der 2013 beendeten Planck-Mission vor. Aber was ist überhaupt die CMBR? Diese Strahlung trifft aus allen Richtungen des Weltalls in unserem Sonnensystem ein und entspringt den äußersten der Beobachtung zugänglichen Bereichen des Universums, d.h. der Zeit um etwa 380.000 Jahre nach dem Urknall bzw. Big Bang. Noch weiter “draußen” verhindert eine strahlendämmende Plasmaschicht, dass Teleskope bzw. Sensoren tiefer ins All blicken können – und damit noch weiter zurück in die Frühgeschichte des Kosmos.

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Sonntagsfrage: Grüne 2,7%, AfD 59,7%

Was sind das eigentlich für Leute, die bei diesen merkwürdigen Videotext-Sonntagsfragen per kostenpflichtigem Telefonanruf ihre Stimme abgeben? Die Ergebnisse sorgen jedenfalls für Heiterkeit. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, dann hieße der nächste Bundeskanzler wohl Bernd Lucke – dank einer satten absoluten Mehrheit seiner AfD von 59,7% laut TV-Befragung von N24. Neue Oppositionsführerin wäre die SPD mit 12%; die Grünen scheitern allerdings der Tele-Umfrage zufolge mit jämmerlichen 2,7% an der 5-Prozent-Hürde. Zu lachen hätten die Liberalen, die mit immerhin 6,4% wieder ins Parlament einzögen.

 

 

 

 

Witzigerweise sieht es bei der Videotext-Umfrage von Tele 5 in Sachen Stimmenverteilung nicht viel anders aus – nämlich genau so absurd. Hier kommt die AfD aktuell sogar auf 63,7%. Die FDP verfehlt – wie bei den Wahlen 2013 – mit 4,8% knapp den Einzug ins Parlament. Die auch von den Tele 5-Zuschauern offenbar wenig geliebten Grünen würden mit 3% zur außerparlamentarischen Kraft. Und die alten “Volksparteien” vereinigten in der Summe gerade einmal noch kümmerliche 13,6% auf sich.

Falls es jemanden interessiert: Die aktuellen Zahlen gibt es auf den Videotext-Seiten 187 (N24) oder 191 (Tele 5).

-MR

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Herr Peng, Fundstücke #3

Waldstraße, Offenbach. Nähe Burger King.

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Filmrezi: “Room 237″ (2012, Doku zu “The Shining”)

Sorry, aber “Room 237″ ist ziemlicher Murks. Bei Filmen, die auf der DVD-Hülle mit “mind-blowing” oder “…absolute must-see” beworben werden, ist von vornherein Vorsicht angebracht. So auch hier. Die Doku von Regisseur Rodney Ascher zerfasert einfach in zu viele, teils plausible, teils aber eben nur halbplausible, mitunter fast manisch wirkende Versuche, der Story hinter der Story von “The Shining” und den Intentionen bzw. tieferen Ebenen der Stephen-King-Adaption von Stanley Kubrick auf die Schliche zu kommen. Dennoch: Respekt für den Versuch!

Interessant ist das Werk immerhin durch seine detailreiche Entblößung des “Overlook Hotels” als irrealer Schauplatz bzw. künstliches Setting jenseits der Realität, als ein Unort. Insofern kann sich “Room 237″ durchaus als ein eye-opener für Shining-Einsteiger erweisen, bei denen die spatial anomalies (das “unmögliche” Fenster in Ullmans Büro; der “Gold Room”, der keinen Platz in der beengten Gebirgsresidenz hätte; Objekte/Möbel im Hintergrund, die verschwinden, Szenen später aber wieder sichtbar sind; strikte Rechtwinkligkeit in einem Gebäude mit Y- oder sternförmigem Grundriss usw.) noch nicht gänzlich im Bewusstsein angekommen sind.

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Herr Peng, Fundstücke #2

Nachts, Nähe Kaiserlei.

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Neues zum Fall YOGTZE (?)

Zum Fall YOGTZE fällt einem immer wieder etwas Neues ein. Wie wäre es hiermit: Ein alter Schimanski-Tatort aus dem Jahr 1982 liefert möglicherweise entscheidende Hinweise für die Aufklärung der merkwürdigen und letztlich tödlichen Irrfahrt von Günter Stoll in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober 1984.

Zunächst zum Hintergrund: In der zuerst am 12. Dezember 1982 ausgestrahlten Produktion des WDR (Tatort-Folge 143) ermitteln “Schimmi” und Thanner im Umfeld einer Agentur aus Amsterdam, die Kinder aus Ostasien (mehr oder weniger unbürokratisch) an Adoptiveltern vermittelt – auch nach Deutschland, und dies gegen hierzulande geltendes Gesetz. Zuvor war eines der Kinder, bei dem Typhus als Todesursache diagnostiziert wird, nach improvisierter Bestattung in einem Korb treibend im Rhein bei Duisburg aufgefunden worden. Als Folge der Ermittlungen in den Niederlanden stellt sich schließlich heraus, dass das Adoptionsgeschäft bloß als Deckmantel für Drogenschmuggel über die Zwischenstation Niederlande dient: Den Kindern werden in der Heimat Stoffaffen (daher der Tatort-Titel “Kuscheltiere”) mitgegeben, die als Träger des Schmuggelguts bis zur Ankunft in den Niederlanden mit Herointütchen gefüllt sind. Eine Razzia in der Agentur beendet das kriminelle Treiben; die Identität des verstorbenen Kindes wird geklärt, es handelt sich um einen Zwilling, dessen Schwester (beides Mädchen) wohlbehalten bei einer Familie in Duisburg angetroffen wird. Mehr Infos zum Tatort-Fall hier.

Gehen wir die Auffälligkeiten mal Schritt für Schritt durch:

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Tatort

Ohne Kommentar.

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N24: Hitlers Leiche, Linzer Torte

Trügt eigentlich der Eindruck, oder laufen auf N24 wirklich den ganzen Tag über nur Katastrophen-, Knast- und Kriegsdokus? Dem (vermutlich agenturbetreuten, jedenfalls PR-Sprech-belasteten) Wikipedia-Artikel zufolge liefert uns der Nachrichtensender “bildstarke Dokumentationen und Reportagen über geschichtliche, technische und populärwissenschaftliche Themen” ins Haus; wirklich falsch ist diese offiziöse Beschreibung ja nicht, zappt man aber vor allem zu späterer Stunde mal auf den Nachrichtensender, dominieren gefühlt mehr oder weniger fünf Themenbereiche den Doku-Mix: Militär- (konkreter: Spezialeinsätze der USA ab 2001 ff., verlorene Schlachten der Wehrmacht) und Nazihistorie (“Auf der Suche nach Hitlers Leichnam”), Mystery/Okkultismus (Area 51, “Moderne Geisterjäger”), Flug- und Schiffskatastrophen (Titanic, Freak Waves) sowie der Weltuntergang in allen nur irgendwie denkbaren Varianten – wobei die tödlichen Bedrohungen von den Doku-Machern bevorzugt in den Weiten des Weltraums (Asteroiden, Aliens, schwarze Löcher, rote Riesen usw.) verortet werden. Die übrigen Doku-Titel wie “Superteleskope” oder “Wie die Linzer Torte gebacken wird” wirken inmitten von soviel Grusel-, Angst- und Apokalypsen-TV schon fast skurril und deplatziert.

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Herr Peng, Fundstücke #1

Ich mag Herrn Pengs Pengart. Vor allem die Sprüche. Hier ein paar (weniger bekannte bzw. weniger leicht zu findende) Beispiele aus seinem bisherigen kreativen Schaffen in Offenbach, aktuelle Fotos:

Empfohlen sei übrigens die Doku “Against the Grey” (wer sucht, der findet), hier liefert Herr Peng ein paar O-Töne zu seiner Streetart bzw. dem Pengstyle (ca. ab Minute 16:00).

-MR

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Der Tote im Kornfeld: Ricky McCormick

Sein Vermächtnis sind zwei handbeschriebene Notizblätter mit Buchstaben- und Zahlenfolgen, von denen bis heute keiner so recht weiß, ob es sich wirklich um codierte Botschaften oder vielleicht doch nur um das Gekrakel eines delinquenten Analphabeten handelt. Nach Aussagen seiner Familie konnte der im Juni 1999 mutmaßlich ermordete RickyMcCormick aus St. Louis, Missouri, jedenfalls höchstens seinen eigenen Namen zu Papier bringen. Die Leiche des zum Todeszeitpunkt 41-jährigen entdeckte ein örtlicher Farmer wenige Tage nach dessen Verschwinden in einem Kornfeld in St. Charles County – einem berüchtigten “Leichenablageplatz” örtlicher Schwerkrimineller. In den Hosentaschen des Toten fanden die Ermittler die beiden Zettel, die nach zwölf Jahren erfolgloser Ermittlungs- und Dechiffrierversuche schließlich im März 2011 als Scans auf der Website des FBI veröffentlicht wurden – verbunden mit dem Eingeständnis “we could use some help with this one.”

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