Apokalypse mal anders: Geht das Leben an zuwenig CO2 kaputt?

Wie verrückt klingt das denn: Ursächlich für das langsame Absterben der irdischen Biosphäre werden drastische Veränderungen der CO2-Konzentration sein – aber nicht weil es zuviel, sondern weil es irgendwann zuwenig Kohlendioxid in der Erdatmosphäre geben wird. So lautet jedenfalls das Fazit einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) aus dem Jahr 2006, die heute – und vielleicht gerade heute – immer noch äußerst spannend zu lesen ist. Titel der damaligen Veröffentlichung: “Causes and Timing of Future Biosphere Ectinctions” (Link zur Studie auf biogeosciences.net, PDF, 714KB). Das Forscherteam betrachtet die zukünftige Entwicklung der Kohlendioxid-Konzentration in einem sehr, sehr großen zeitlichen Maßstab. Hier geht es nicht wie in der traditionellen Klimaforschung um Jahrzehnte oder Jahrhunderte, sondern um Trends in kosmologischen Zeiträumen von

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Klimagefährder Windkraft?

Schockwellen hatte sie trotz ihrer für viele wohl überraschenden Befunde ja nicht gerade ausgelöst, die 2004 veröffentlichte Studie mit dem Titel The influence of large-scale wind power on global climate. Selbst eingefleischte Klimaskeptiker brachten seinerzeit kaum mehr als einige (allerdings auf höchst oberflächlicher Lektüre basierende) hämische Kommentare zu Papier – oder ins Fernsehen (Fox News etc.). Schade eigentlich. Denn das spröde Datenwerk lohnt genauer rezipiert zu werden, spannend und anregend sind die Analysen des Forscherteams um David Keith, Professor an der University of Calgary, nämlich allemal. Kommen wir direkt zur Sache. Wie die Wissenschaftler durch Modellreihen herausfanden, können Windparks eine nicht zu vernachlässigende (“nonnegligible”) Wirkung auf das kontinentale Klima haben, genauer gesagt: Sie können offensichtlich unter gewissen Umständen sogar zur

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