Mit was bombt eigentlich die Admiral Kusnezow?

Werden von Bord des russischen Flugzeugträgers Admiral Kusnezow (oder engl. Admiral Kuznetsov) überhaupt Luft-Boden-Angriffe auf Ziele in Syrien geflogen? Oder beschränkt sich der aktuelle Einsatz – zumindest weitgehend – auf Aufklärungsmissionen und Selbstschutz des Flottenverbands (also das, was man im NATO-Jargon Combat Air Patrol nennt)? Wer sich die offiziellen Video-Reportagen von RT oder TACC aus jüngster Zeit anschaut, sieht jedenfalls unter den Tragflächen der startenden bzw. für den Einsatz auf dem Deck geparkten Suchoi-33 und MiG-29 fast nur nur Luft-Luft-Raketen der Typen AA-10 Alamo und und AA-II Archer hängen – eine Tatsache, die unter anderem auch den Beobachtern des US-Magazins Popular Mechanics mittlerweile aufgefallen ist (aktueller Artikel hier). Was eigentlich Anlass für die Frage wäre: Warum die Hysterie in den westlichen Medien um die

Weiterlesen »

Der Fall „Isdal Woman“ – der Notizbuch-Code und offene Fragen

Endlich steht der Original-Code der sogenannten Isdal Woman als unveränderter Scan zur Verfügung – gedankt sei dem norwegischen Online-Magazin NRK, das den ganzen Fall seit diesem Jahr im Rahmen eines spannend klingenden Rechercheprojekts neu aufrollen (und hoffentlich mittels einer bereits gestarteten DNA-Untersuchung lösen) will. Daher an dieser Stelle einige kurze Anmerkungen, spontane Ideen und offene Fragen zu den spärlichen schriftlichen Hinterlassenschaften der mysteriösen Isdal-Frau. 1. Code ohne Codierung? Man kann sich in der Tat fragen, ob die in den Koffern gefundenen Aufzeichnungen strenggenommen überhaupt als Code gelten können – denn es gibt ja eigentlich keine Verschlüsselung, die den „Klartext“ in eine chiffrierte, ggf. umständlich zu entschlüsselnde Zahlen-Buchstaben-Folge überträgt. Wenn in den Notizen zum Beispiel der Buchstabe B angegeben wird, steht dieser bloß

Weiterlesen »

Al-Assad und die Fassbomben – warum der Hype?

Es ist ja gut und richtig dass über den Scheißkrieg in Syrien/Irak und die dort pervertierenden Formen der Kriegsführung so intensiv und kritisch in den Medien berichtet wird. Aber bitte mit Sachverstand. Daher einige Bemerkungen und Einsprüche zum Aufreger-Thema Nummer 1: Baschar al-Assad und seine berüchtigten „Fassbomben“. 1. Konventionelle Bomben vs. Fassbomben. Die unmittelbare Wirkungsweise klassischer freifallender (oder eben auch moderner gelenkter) Spreng- und Splitterbomben wie sie seit dem 1. Weltkrieg bis zum aktuellen Bürgerkrieg in Syrien/Irak weltweit eingesetzt werden lässt sich mit einer einfachen Definition ungefähr so beschreiben: Metallfragmente unterschiedlicher Größe und Form werden nach der Detonation der Bombe am Boden (oder in Bodennähe) konzentrisch in alle Richtungen geschleudert; eine starke Druckwelle breitet sich übertragen durch die umgebende Luft mehr oder

Weiterlesen »

Medienschelte: Geht AfD-Kritik auch intelligent?

Einige Journalisten wären besser beraten wenn sie sich ihren Frust und ihre Irritation über die Wahlerfolge der AfD weniger deutlich anmerken ließen. Wo bleiben Humor und Selbstdistanz? Ein Beispiel dafür, wie schlechter, wenngleich vielleicht gut gemeinter Journalismus aussieht, lieferte DER SPIEGEL mit seiner berüchtigten Titelstory „Die Hassprediger“ (06/2016). Das sechsköpfige Redakteursteam schaffte es, auf zehn Textseiten gleich elfmal das überhaupt ziemlich gehypte AfD-fordert-Schießbefehl-gegen-Flüchtlinge-Thema mittels variierender Schlagworte bzw. in wandelnden Formulierungen unterzubringen: „… Schüsse an der Grenze … auf Frauen und Kinder geschossen … Massenerschießungen … nicht geschossen (Seite 13) … Schießbefehle … Schusswaffen (Seite 14) … Schusswaffengebrauch … Waffengewalt (Seite 15) … Schusswaffen (Seite 16) … schießen … Schusswaffengerede (Seite 18) …“

Weiterlesen »

Der Fall Josef Klatzka
und seine Merkwürdigkeiten

Die auffälligste Besonderheit des Falls Josef Klatzka ist die Diskrepanz zwischen der Kaltschnäuzigkeit und Professionalität der Täter und der – soweit die Hintergründe bekannt sind – relativen Bedeutungslosigkeit des Mordopfers wie auch des geraubten Vermögens. Einige mögliche Denkanstöße und offene Fragen im Überblick: 1. Der Vertrauensfaktor. Rund zwei Stunden hielt sich nach den Informationen aus Aktenzeichen XY der mutmaßliche (Mit-)Täter mit dem Alias „Heinz Schastock“ (vielleicht auch „Szastok“?) am Abend des 4. April 1970 in der Herforder Wohnung Klatzkas auf, wobei die Männer die Details der geplanten Reise miteinander besprochen haben sollen (zwei Stunden lang – und was sonst noch?). Eine sehr lange Zeit, die der ebenfalls anwesenden Frau Klatzka reichlich Gelegenheit gegeben haben muss, sich Aussehen, Gewohnheiten, Dialekt sowie weitere persönliche

Weiterlesen »