Filmrezi: „Room 237“ (2012, Doku zu „The Shining“)

Sorry, aber „Room 237“ ist ziemlicher Murks. Bei Filmen, die auf der DVD-Hülle mit „mind-blowing“ oder „…absolute must-see“ beworben werden, ist von vornherein Vorsicht angebracht. So auch hier. Die Doku von Regisseur Rodney Ascher zerfasert einfach in zu viele, teils plausible, teils aber eben nur halbplausible, mitunter fast manisch wirkende Versuche, der Story hinter der Story von „The Shining“ und den Intentionen bzw. tieferen Ebenen der Stephen-King-Adaption von Stanley Kubrick auf die Schliche zu kommen. Dennoch: Respekt für den Versuch! Interessant ist das Werk immerhin durch seine detailreiche Entblößung des „Overlook Hotels“ als irrealer Schauplatz bzw. künstliches Setting jenseits der Realität, als ein Unort. Insofern kann sich „Room 237“ durchaus als ein eye-opener für Shining-Einsteiger erweisen, bei denen die spatial

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Neues zum Fall YOGTZE (?)

Zum Fall YOGTZE fällt einem immer wieder etwas Neues ein. Wie wäre es hiermit: Ein alter Schimanski-Tatort aus dem Jahr 1982 liefert möglicherweise entscheidende Hinweise für die Aufklärung der merkwürdigen und letztlich tödlichen Irrfahrt von Günter Stoll in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober 1984. Zunächst zum Hintergrund: In der zuerst am 12. Dezember 1982 ausgestrahlten Produktion des WDR (Tatort-Folge 143) ermitteln „Schimmi“ und Thanner im Umfeld einer Agentur aus Amsterdam, die Kinder aus Ostasien (mehr oder weniger unbürokratisch) an Adoptiveltern vermittelt – auch nach Deutschland, und dies gegen hierzulande geltendes Gesetz. Zuvor war eines der Kinder, bei dem Typhus als Todesursache diagnostiziert wird, nach improvisierter Bestattung in einem Korb treibend im Rhein bei Duisburg aufgefunden worden. Als Folge der Ermittlungen in

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YOGTZE revisited

Ein Mann hat Angst  – „unwahrscheinliche Angst“. Er ist sich sicher: „Die Nacht passiert noch was, was ganz fürchterliches“. Der von Todesängsten geplagte und in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober 1984 unter mehr als mysteriösen Umständen Verstorbene heißt Günter Stoll. Der Siegerländer ist seit nunmehr fast 30 Jahren eine der Kultfiguren vieler Fans von Aktenzeichen XY Ungelöst, der TV-Sendung, die sich einem der skurrilsten Kriminalfälle der Achtziger in der Sendung vom 12. April 1985 in einem 15-minütigen Filmchen annahm – ohne aber letztlich viel Licht ins Dunkel zu bringen, trotz vieler Zuschauerhinweise. Zahllos die Threads in Internetforen, in denen die nächtlichen Vorkommnisse auf der A45 – vor allem unter Brummifahrern als Sauerlandlinie bekannt – zwischen Dillenburg und Hagen bis heute

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